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Grundrissversionen für Spieler


Thorgrimsson
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Hallo,

 

Ich hab inzwischen 3 Runden SR6 geleitet und dabei sind meine Spieler immer wieder mal auf die Idee gekommen Grundrisse per Matrixssuche zu finden. Ich hab dazu nich wirklich was im GRW gefunden. Geht das überhaupt? und grade bei vorgefertigten Grundrissen mit Kamerastufen etc. welche dieser Informationen können die Spieler so nicht finden und welche vieleicht schon?

 

hoffe mal die Fragen sind verständlich ;)

 

 

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Ich würde das von den Erfolgen abhängig machen .

Bei 1-2 Erfolgen nur Luftaufnahmen des Bereichs (oder alte , nicht mehr aktuelle Grundbauamtspläne ) damit die Spieler wenigstens etwas planen können

aber keine Ahnung haben was vor Ort wirklich los ist

Bei 3-4 Erfolgen neuere,aktuelle Pläne (aber immer bedenken , wenn es Congelände ist brauchen sie dem Staat nichts oder nur ganz generelle Pläne liefern und das Gebäude so umbauen wie sie wollen) .

Sicherheitspläne wie Kamerastufen oder Passwörter oder sowas werden wohl nicht frei in der Matrix rumschwirren

(Corps die so blöd waren sowas zu machen sind schon längst untergegangen, von den anderen Corps geschluckt worden ) .

Noch mehr Erfolge geben dann weitere Infos (Kanalisationspläne, welche Firma für die Sicherheit zuständig ist ,etc)

 

Mit Sicherheitstanz

Medizinmann

Edited by Medizinmann
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Fragen sind verständlich und greifen ein wichtiges Thema auf.

 

Meine Meinung:

Mit einer einfachen Matrixsuche/Recherche lassen sich nur öffentliche Informationen finden. Das gilt auch für Karten/Grundrisse.

Dh. für dich als SL kommt es darauf an, wie du die Grundrisse bewertest. Am deutlichsten wird das wohl anhand einiger Beispiele:

 

Die Grundrisse von Mietwohnungen definiere ich als öffentliche Infos. Ausnahmen sind aber spezielle Wohnungen/Siedlungen der Konzerne, in denen ausschließlich ihre eigenen Konzernbürger untergebracht sind. Und natürlich die Wohnungen von Personen, die außergewöhnlich hohen Wert auf ihre Privatsphäre legen (und auch die Mittel haben) ... zb. Johnsons, Anführer des organisierten Verbrechens usw.

 

Grundrisse von Konzernanlagen sind bei mir grundsätzlich nicht öffentlich. Da ist ein ein Matrixrun auf die entsprechende Anlage nötig. Das gleiche gilt für staatliche Anlagen. Wobei es da auch die Möglichkeit auf das Katasteramt gibt.

 

Es gibt auch Orte, an denen die Grundrisse nicht mehr mit den aktuellen Gegebenheiten übereinstimmen. Sei es durch Umbauten oder Zerstörung.

 

Zudem gibt es auch die Möglichkeit, dass die Grundrisse ehemals öffentlicher Gebäude immer noch in den Archiven der Ämter schlummern (die sollten dann aber meist veraltet sein).

 

Wenn du als SL verhindern, dass den Spielern ein bestimmter Grundriss in die Hände fällt, ist der letzte Matrixcrash eine Notlösung. Dort sind sehr viele Daten verloren gegangen.

Oder die gefundene Karte ist veraltet.

 

Vergiss auch nicht, dass du über die Verfügbarkeit von Karten auch Informationen über Personen/Umständen weiter geben kannst. Zb. könntest du den Hacker eine Datei mit dem vermeintlichen Grundriss einer Person finden lassen. Das öffnen der Datei enthüllt aber, dass der Grundriss gelöscht wurde: Warum wurde der Grundriss gelöscht? Und offensichtlich hatte die Person die Möglichkeiten/Motiv, den Grundriss löschen zu lassen.

 

Was Sicherheit wie Position der Kameras angeht: Die sollten die Runner nur über das hacken des Host, Aufklärung vor Ort oder über eine Quelle innerhalb erlangen können. Oder die Runner erhalten bereits von ihrem Auftraggeber eine Karte mit allen relevanten Infos (sofern dieser dazu Zugang haben kann).

 

Grundsätzlich erleichtert ein Grundriss die Planung des Hauptruns für die Spieler. Ohne neigen die Spieler dazu, sich ewig lange an alle möglichen Eventualitäten festzubeißen (das gilt überhaupt für alle wichtigen Infos).

Das heißt, du solltest glaubhafte Möglichkeiten einplanen, wie die Spieler alle nötigen Infos vor den Finale erhalten können.

 

Wenn du das Thema am Tisch vertiefen willst: Das Wissen, wo man die jeweilige Karten/Grundrisse finden könnte, ist kein Allgemeinwissen. Genausowenig wie das lesen solcher Karten (vor allem zb

Kanalisation). Hier könnte man entsprechende Wissensfertikeiten einbringen.

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Mit Grundrissen ist das so ne Sache. Wenn man weis wo man suchen muss kann man sicherlich auch zu vielen Gebäuden Grundrisse finden. Der  Architekt bzw die Firma die das Gebäude gebaut hat wird sicherlich einen Grundriss davon in den Archiven haben. Oder die Firma die für die Inneneinrichtung, Elektrik und dergleichen verantwortlich war.

Und die Firma die die Sicherheitseinrichtung installiert hat wir sicherlich auch noch Pläne haben was wo verbaut wurde.

 

In einigen Firmengebäuden heutzutage kann man zum Beispiel recht simpel Pläne finden in denen die Räumlichkeiten, Rettungswege, Türen, Notausgänge, Feuerlöscher etc. eingezeichnet sind. Bei uns in der Firma hängen die für jeden sichtbar an diversen Stellen an der Wand. Alleine schon aus Gründen der Sicherheit im Brandfall zum Beispiel.

Für einen Lieferanten wäre es ein leichtes da mal ein Bild von zu machen. 

 

Die Frage ist jetzt natürlich wie öffentlich sind die Informationen. Einfach in der Matrix werden sie nicht liegen. Aber wenn man weis in welchen Host man einsteigen muss lassen sich sicherlich diverse Pläne finden. Ist natürlich auch die Frage wie alt sind die Pläne, sind sie noch aktuell und wie gut sind sie geschützt.

Gerade bei geheimen Konzernanlagen werden die Daten sicherlich tief verborgen in den Datenbanken der jeweiligen Konzerne liegen.

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Gibt da eigentlich drei Fragen:

1. Was wäre realistisch?
2. Was wäre sinnvoll für den Spielspaß?
3. Wie viel Aufwand will sich der Spielleiter machen?

Zu Frage 1:

Öffentliche Gebäude dürften noch recht leicht zu finden sein (Museen, Schulen, Rathäuser). Auch Hotels oder Kaufhäuser stellen sowas ja selbst ins Netz
Wohnungen und Privathäuser wird schon schwierig. Kann natürlich bei einem Amt liegen bzw. dort auf dem Host digitalisiert sein. Aber die werden für diesen Host sicher einiges an Sicherheit haben, da dies hochsensible Daten sind, die auch jeder Einbrecher gerne hätte. Glaube kaum, dass sich das Risiko für einen Decker lohnt und realistisch würde ich es nicht durch eine einfache Probe abhandeln wollen. Manchmal findet man ja Wohnungsgrundrisse bei Maklern oder bei Inseraten. Das wäre sicher leichter, als sich in ein Amt zu hacken.
Noch schwieriger ist es bei Konzernen. Wenn ich Sicherheitschef wäre und wüsste, dass es sowas wie Shadowrunner gibt, würde ich sagen "Okay, entweder die Daten sind in der Matrix so gut gesichert, dass selbst ein guter Decker an 'nem guten Tag nie im Leben daran kommen kann, oder wir stellen den Kack nicht in die Matrix!"
Zu Bedenken ist auch, dass in einem solchen Plan nur Wände, Türen und Fenster sind (vielleicht noch Strom und Wasseranschlüsse), aber keine Möbel, Sicherheitskameras etc.

Realistischer wäre es, wenn es dafür einen Schwarzmarkt gibt und Schieber/Connections damit handeln. Was Lyr meinte: Lieferant macht ein Foto vom Brandschutzplan; korrupter Konzerner fertigt eine Skizze an, um seine Spielschulden zu bezahlen; Rigger spioniert "hauptberuflich" Gebäude aus und verkauft dann, was er herausfand. Ist ja eigentlich auch eine Hauptaufgabe von Informationsschiebern, solche Sachen parat zu haben  oder schnell organisieren zu können, wenn man die benötigt. Kostet dann halt.

Zu Frage 2:
Sinnvoll ist es häufig schon, wenn die Spieler einen Gebäudeplan haben. Erleichtert die Kommunikation, alle rätseln, wie sie das am besten machen, oft kann man überhaupt nicht planen, wenn man keinen Plan hat...
Aber es gibt genug andere Methoden, den Spielern/Charakteren sowas zur Verfügung zu stellen, da ich "Matrixsuche -> Gebäudeplan" wie gesagt unrealistisch finde.
- Magier sieht sich das ganze im Astralraum an (funktioniert evtl. nicht bei magischer Sicherheit)
- Rigger sieht sich das ganze mit Drohnen an (funktioniert auch nicht immer)
- Schmidt/Johnson haben den Gebäudeplan bei einem Informationsschieber schon besorgt und liefern ihn gleich mit
- bei kleineren Gebäuden reicht ein Blick durch die Fenster ja aus, um selbst eine Skizze machen zu können
...

Andererseits kann es auch gut für den Spielspaß sein, wenn man keinen Plan hat.
Ein normaler Einbrecher besorgt sich ja meist auch keinen Gebäudeplan vorher.

Zu Frage 3:
Grundsätzlich bin ich bei "klassischen Runs", die jetzt keine Social-, Detektiv- oder mystischen Abenteuer sind, für eine Karte.
Wenn man die selbst macht, würde ich immer mit der Spieler-Karte anfangen, die dann kopieren und daraus dann die SL-Karte machen. (SL-Karte = Spielerkarte mit Notizen, Kameras, Gegnern, evtl. Möbeln und einem großen X mit "hier liegt der Prototyp".
Das Problem mit den Karten in Abenteuern und Spielhilfen ist häufig, dass da schon zu viele Informationen drauf sind. Hab mal den Fehler gemacht, dass ich so eine Karte rausgegeben habe, Spieler 1: "Wofür steht das BM?", Spieler 2: "Bewegungsmelder", Spieler 1: "Okay, da sollten wir nicht lang gehen...". Hab ich in dem Moment nicht dran gedacht.

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