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Dumon

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Everything posted by Dumon

  1. Es ist wohl legal. Das zumindest habe ich so verstanden. ...allerdings spricht ja nichts dagegen, wenn Pegasus bei einer limitierten Anzahl von Produkten den Hahn irgendwann zudreht. Ich verdeutliche das mal an einem Beispiel: Produkt "Nyan-Cat-Phone" soll limitiert nur 250mal vom Hersteller "Annoy-thing" auf den Markt kommen. Im eigenen Shop hat der Hersteller bereits 130 Kunden, die das Produkt vorbestellt haben. Dazu kommen weitere 80 Vorbestellungen durch mehrere Online-Shops, die das weiterverkaufen. Aller natürlich zum selben Preis wie der Hersteller selbst. Allerdings kommt dann da so ein unverfrorender Anbieter namens "Elektra" daher, der einen Frühbucher-Rabatt anbietet und damit das Angebot der Konkurrenz um ein Drittel des Preises unterläuft. Natülich wäre es nun "Annoy-thing" gelegen, wenn "Elektra" nicht so viele Bestellungen erhalten würde. Der Hersteller bekommt von dem Anbieter zwar genau den gleichen Einkaufspreis wie von den anderen Online-Shops, aber das Angebot untergräbt die Moral. Nun hat "Elektra" aber weitere 50 Vorbestellungen für das Produkt bekommen. Oder sogar mehr, da es das Angebot nicht auf eine Stückzahl begrenzt hat. Sagen wir also 80 Stück. 250 sind hergestellt, die Nachfrage ist aber schon bei 280 Stück. Wer bekommt also 30 Stück weniger? Ich würde vermuten, dass das der Shop ist, der "am problematischsten" ist. In diesem Fall "Elektra". Und wie würde die Situation der Vorbestellung aussehen, wenn sich die gesamte Veröffentlichung noch nach hinten verzögern würde? Könnte es dann sogar sein, dass man eine ?berbestellung von 70 Stück hätte? ... ...das ist natürlich stark polemisiert und übertrieben. Ich glaube nicht, dass Pegasus eine solche Geschäftspolitik betreibt. Allerdings vermute ich auf der anderen Seite, dass Pegasus über dieses "Sonderangebot"-Ding schon ein wenig sauer ist. Und wie oft werden limitierte Produkte zum Verkauf angeboten bzw. mit deren Verkauf geworben, die eigentlich schon längst ausverkauft sind... Amazon kann sich dann natürlich elegant aus der Schlinge ziehen: "Es tut uns leid, aber das Produkt ist leider nicht mehr verfügbar. Hier haben Sie ihr Geld wieder." Wie gesagt, das ist echt übertrieben polemisiert. Trotzdem hoffe ich halt irgendwie, dass gerade mit meinem Exemplar von amazon alles glatt läuft. Denn die zusätzlichen 20,- Euro kann ich mir jetzt (nach Ende der Spielmesse) nicht mehr leisten...
  2. Ein ganz kurzer Post, damit dieser Topic nicht von Grundsatzdiskussion überschwemmt wird. Aufgrund der zwei Postings von Mrs. Catonic und Thanatos, und auch aufgrund der Tatsache, dass ich als Supporter ja doch schon ein Aushängeschild bin, und das einigen vielleicht doch sauer aufsto?en könnte (hat es ja schon), ändere ich meine Signatur dann mal. Und möchte auch jeden, der ähnliches in seiner stehen hat, bitten, dasselbe zu tun... Zudem möchte ich mich bei alljenen entschuldigen, bei denen ich durch eine ?berschreitung ihrer Grenze des guten Geschmacks dadurch Unmut erzeugt habe. Bitte nehmt das jetzt nicht zum Anlass, in diesem Thread über Moral und Geschmack zu diskutieren, sondern macht dazu (falls gewünscht) einen anderen auf. Wie gesagt, er sollte möglichst themenrein bleiben, um vielleicht eine Chance zu besitzen, irgendwann Antworten zu erhalten. Gru?, Dumon
  3. 12. Dezember. Ich habe dann nachgefragt, warum das so ist, und bekam auch prompt ne Antwort. In meinem Fall wurde mir gesagt, dass das Buch noch nicht erschienen sei und sie deshalb noch keine konkreten Aussagen machen könnten. Dummerweise kann ich, auf den Pegasusshop blickend, nicht das Gegenteil nachweisen, da das Werk dort ebenfalls bisher nur vorbestellbar ist. Ich bange ein bisschen. Besonders wegen der Sache mit dem günstigen Preis - und dem Unterlaufen der Preisbindung von seitens amazon... Bezüglich Kreuzzüge und Deutschland - die beiden kamen vom Pegasus-Shop heute bei mir an. Wahrscheinlich wartet amazon da grade noch auf Antwort von Pegasus, das SL-Buch betreffend. Ansonsten wirst Du bestimmt demnächst eine Teillieferung bekommen...
  4. Ich hab für das limitierte SL-Buch den 12. genannt bekommen. Und bange nun, ob das auch ankommt, und ich nicht in die Röhre gucke...
  5. Jupp. Will Dir das allerdings nicht weismachen - das ist bei mir wirklich so. Während dem Leiten (also während Stellen, wo die Spieler sich im SC-Ausspielen ergehen) lese ich tatsächlich manchmal nochmal Infos nach. Oder suche Details, die mir entfallen sind, oderoderoder. Aber ich bin auch ein fauler Spielleiter. Ich lese mir vor dem Leiten das Abenteuer einmal durch. Notizen mach ich mir eher selten. Und richtig Arbeitsaufwand? Naaaah.... Ausnahmen bilden hierbei nur Szenarien, die ich irgendwie so unglaublich geil finde, dass ich mir da unbedingt zusätzlichen Aufwand machen will. Oder wenn ich Handouts aus dem Englischen für meine Spieler übersetze... Meine Standard-Ausrüstung, wenn ich zum Support gehe, ist daher: Spieler- und Spielleiter-Handbuch, manchmal auch Necronomicon und Dementophobia, ggf. andere Supplement-Bände (DG), und alle Szenarien, die ich leiten will. Habe mir aber angewöhnt, die mir zu kopieren, damit ich nicht so viel schleppen muss. Wenn ich demnächst Geld verdiene, wird aus genau diesem Grund dann ein ClonePad (ich soll ja nicht iPad sagen) den Platz einnehmen... ...die Kopien fallen dann übrigens unter die Eigengebrauch-Regel, weshalb das alles legal ist. Ich kann Besitz ja nachweisen...
  6. Oh, da wäre ich mir gar nicht so sicher, black shuck. Man darf nicht vergessen, dass gerade bei der Produktion von Büchern doch eine Menge umweltschädigendes entsteht. Und auch der Nutzen von Papier alleine ist ja nicht wirklich der Umwelt zuträglich, auch wenn nachhaltiges wirtschaften da einiges besser macht... Ich glaube wirklich, dass auf Dauer ein einzelnes eBook umweltfreundlicher ist als die Printproduktion der damit konsumierten Bücher. Wenn man es häufig nutzt. Als sporadisches Werkzeug kippt dieser Nutzen natürlich... Ich lese im Durchschnitt im Jahr zwischen 30 und 50 Bücher. Und das sind nur die Romane, die ich lese. Rollenspielbücher, Spielregeln, Nachschlagewerke, Unimaterial, etc. rechne ich da mal nicht mit ein. Wenn ich das auf eine Lebensdauer von (sagen wir mal) 5 Jahren hochrechnen, sind das im Maximum 250 Bücher, die nicht gedruckt werden müssen. Und das ist erheblich. Nur ein Vergleich. Ich bin kein absoluter pdf-Befürworter, und bevorzuge auch die Bücher in der Hand. Zudem hab ich eben das Geld auch nicht derzeit. Aber wenn die Umweltebene angesprochen wird, dann sind pdfs meiner Meinung nach weitaus besser.
  7. Ich stehe irgendwo zwischen euren militanten Ansätzen bzw. Ausführungen... Auf der einen Seite sind für mich die Bücher Sammelobjekte, und ich möchte sie noch möglichst lange erhalten. Auf der anderen Seite aber sind es für mich Arbeitsmaterialien, in denen ich auch schon mal wichtige Passagen anmarkere (Schock!) oder Notizen nebendran schreibe. Ich gebe allerdings zu, dass ich das nicht machen würde, wenn ich zeitgleich ein pdf bekommen würde, in dem ich markern, kritzeln etc. kann. Und natürlich das Geld für ein iPad hätte (hab ich momentan nicht). Andererseits sehe ich gerade in meiner Fuktion als Supporter auch den wiederholten Nutzen in einigen Büchern oder Heften. Manche Abenteuer eignen sich einfach zum mehrmals spielen. Kampagnen natürlich oft nicht so. Und ich glaube, ich werde auch nie alle Abenteuer spielen, die sich (in deutsch und englisch) derzeit in meinem Regal tummeln. Geschweige denn, wenn noch welche dazukommen (was unweigerlich der Fall sein wird). Allerdings arbeite ich darauf hin... 8) Und zudem bin ich so ein Sammler, der bisher alle Ausgaben des Spieler- und des Spielleiterhandbuchs (auch das alte Gesamt-Grundbuch) besitzt. Ausnahmen sind nur die nonlimiteds zu den limiteds. Und in denen würde ich niemals rumkritzeln...
  8. Ich finds nur witzig, dass da überhaupt jemand "mitmacht". Das "Terrording" ist ja ohnehin nur ein sarkastischer Uptake. Allerdings habe ich eben vor, nicht eher zu ruhen, bis das geklärt werden kann. Also bis eine Erklärung so fest steht, dass an ihr nicht zu rütteln ist (wo dann vielleicht nur noch eine Petition helfen kann), oder bis man eine Lösung für ein solches Angebot gefunden hat, das wir ja alle (ich denke ohne Ausnahme) begrü?en würden. 8) Allerdings kam irgendwo der Gedanke auf, dass die Rechte an den Handouts gar nicht generell beim Verlag lägen, sondern in der Hand der Layouter bzw. Designer derselben. In dem Fall wäre die Situation, besonders natürlich auch OOP Produkte betreffend, wesentlich komplizierter. Andererseits kann ich mir aber nicht vorstellen, dass ein Aspekt einer Veröffentlichung, deren kommerzielle Rechte ja beim Verlag liegen (solange sie kommerziell genutzt wird), derart vom Rest eines publizierten Produktes getrennt behandelt werden müsste. Und noch schwieriger vorstellen kann ich mir, dass das insbesondere auf solche Teile zutreffen müsste, die ohnehin zum Eigengebrauch kopiert werden dürfen...
  9. Und wieder hole ich den Thread mal aus dem Limbo verschütteter Themen hervor, damit er nicht in Vergessenheit gerät. Die Messe ist jetzt schon ne Weile her, und so langsam müsste sich der Betrieb bei Pegasus hoffentlich wieder normalisieren. Natürlich müssen neue Kontrakte ausgearbeitet werden, Kontakte vertieft, Ausfälle aufgeholt, und nicht zuletzt die Neuheiten versandt werden. Aber auch das sollte sich irgendwann wieder in den normalen Tagesablauf wandeln. Zeit, um erneut zu hoffen, dass vielleicht jemand aus den Reihen der "Chefetage" mal hier vorbeischlendert und die Mu?e hat, das Geschreibsel hier zu lesen. Wir warten und hoffen immer noch auf eine Aussage zu dem Anliegen, Handouts in Zukunft (und auch in Retrospekt) frei online verfügbar zu machen. Niemand verlangt, dass das morgen sein muss. Aber vielleicht wäre es möglich, uns einfach mal die Situation zu erklären. Und vielleicht sogar, mit uns in einen sachlichen Diskurs einzutreten... PS: Wie ich sehe, bildet sich langsam da drau?en eine Splittergruppe. Danke an die Unterstützung (@Amenaza)...
  10. @Thanatos: Bezüglich Handouts in PDF hab ich nen eigenen Thread aufgemacht. Noch gibt es dazu keine neuen Erkenntnisse. Und noch sieht es da eher düster aus.
  11. Kurz: - Günstige Alternative bei RPGs, die nicht hundertprozentig meinen Geschmack treffen. - Nette und nützliche Add-Ons für geliebte Rollenspiele, wenn sie inhaltlich neue und interessante Informationen ausschlie?lich auf diesem Weg verfügbar machen - Praktische Ausweichmöglichkeit, wenn sie preislich günstiger Angebote darbringen, die vom Nutzen noch nicht einschätzbar sind - Unnötiges Add-On für RPGs, die ich ohnehin sammele und daher in Druckform haben möchte... ...und zu guter Letzt: - Phantastische Möglichkeit für einen ersten Eindruck, und als Hilfe im Kaufentscheid, wenn der Verlag sie vorab ins Netz stellt...
  12. Und ich denke, genau das dürfen wir nicht. Eine einheitliche Definition für die Spielbarkeit, die generalisierend für alle gelten kann und muss, würde eben Leute, die das anders sehen, entsprechend ausgrenzen. Spielbarkeit im Sinne von verfügbaren Informationen ist hier eine Erwägenssache, und die liegt an jedem Spieler selbst. Genau, wie der Nutzen der Bücher eine Erwägenssache, und der Spa? am MA-Setting eine GEschmackssache ist. Spielbarkeit anhand der Eckdaten ist gegeben. Es gibt keinerlei Regelprobleme, die mit dem System auftreten. Au?er natürlich, dass gewisse Regeln vielleicht nicht greifen, weil die Entwicklung noch nicht so weit ist. Aber das ist ja implizit. Es gibt keinerlei Probleme der Verbindung von Genre, oder von Mythos, mit dem pseudo-historischen Setting. Dies sind meiner Meinung nach die einzigen Faktoren, die einer Spielbarkeit für alle generalisierend im Weg stehen könnten, und die - plausibel dargelegt - auch vernünftig rezipiert werden könnten. Jede ander FOrm von Spielbarkeits-Definition muss sich auf Bereiche ausdehnen, die notwendigerweise jeder für sich selbst definieren muss. Und daher vertrete ich den Standpunkt, dass man dafür keine allgemeingültige Definition finden darf. Das käme einer Definition von richtigem und falschem Cthulhu-Spielen doch sehr nahe...
  13. @Heiko Gill: "Henker" war im Mittelalter (ich verallgemeinere jetzt mal) selten ein Vollzeitberuf. Meistens haben das Personen anderer Berufe nebenher gemacht. Und da man als Henker nicht sehr beliebt war, fiel das meistens Leuten aus den "unehrlichen" Berufen oder den "unreinen" Gesellschaftsschichten zu. Also Abdeckern, Lumpensammlern, Barbieren oder auch Badern. Nur gro?e Städte konnten sich teilweise Vollzeit-Scharfrichter leisten. ...zumindest, soweit ich mich an meine eigene Recherche zu dem Thema zurückerinnere...
  14. Ich glaube, das wird so nichts. Wir drehen uns schon seit Beginn des Threads, und darüber hinaus, immer wieder im Kreis um ein und dieselbe Sache, und es wird von allen Seiten immer wieder dasselbe Argument vorgebracht. Die Hälfte der Argumentatoren will Details, von der die andere Hälfte davon überzeugt ist, dass sie nicht fundiert gegeben werden können. Die Diskussion hat sich totgelaufen. Was haben wir also gelernt? Dass einige mit dem Inhalt der Bücher nicht zufrieden sind. Andere halten dagegen, dass die Inhalte nützlich seien, und andere nur schwer oder gar unmöglich zu präsentieren seien. Was wir nicht lernen, ist, warum Cthulhu im Mittelalter unspielbar sein. Der eigentliche Auslöser für diesen Thread, angesto?en in einem anderen. Und dann falle ich mal mit der Tür ins Haus. Fakt ist, Cthulhu im Mittelalter IST spielbar. Warum? Weil wir Geschichten erzählen können, die als Setting ein fiktives Mittelalter haben. Und dabei ist es egal, ob dies Abenteuer-, Tragik- oder Horror-Geschichten sind. Beweisen tun das alle Rollenspiele, die nur irgend etwas mit Mittelalter zu tun haben. Fantasy ist Magie und Kreaturen im Mittelalter. Harnmaster so realistisch wie möglich Mittelalter. etc. Mittelalter-Rollenspiel MUSS im Rahmen des Erzählens immer fiktiv sein. Denn schlie?lich ist es Rollenspiel. Und schlie?lich erzählen wir Geschichten, und debattieren nicht über historische Fakten. Spielbar ist es zudem, weil sich a) Cthulhu und Mittelalter NICHT ausschlie?en und alle in anderen Settings funktionierenden Regeln auch hier funktionieren. Wie sehr man sich an historische Akkuratheit annähern will (und auch kann), hängt von den Möglichkeiten und von dem Ansatz des Spielleiters ab. Dabei würde ich eine Runde, die alles bis auf die grundlegenden historischen Fakten über Bord wirft, nicht minder als Cthulhu Mittelalter spielend ansehen, wie eine andere, die versucht, möglichst akkurat zu sein. Rollenspiel soll (und muss) Spa? machen. Sonst hat es seinen Zweck verfehlt. Deshalb gibt es auch kein richtig oder falsch für die Definition der Art und Weise, wie man das Hobby zelebriert. Das Einzige, worüber wir also diskutieren können (denn das Cthulhu Mittelalter spielbar ist, beweisen uns ständig neue Gruppen oder die Posts von Leuten die es DE FACTO SPIELEN), ist die Nützlichkeit der Publikationen, um diese Welt am Tisch entstehen zu lassen. Und da, wie wir gesehen haben, scheiden sich die Geister. Denn Nutzen ist subjektiv. Und was dem Einen gefällt, das kann der Andere als unbrauchbar abtun...
  15. Und wir singen alle: "Collector boy, the PDF's are calling. From fan to fan the news spreads far and wide. The Online-Store is open, and you'll buy them - to have a complete collection you will abide! But looking back, you'll hate that you bought all of them, because not half of them have good content. And you'll regret the money that you spent on them, because you know you won't be able to pay rent! You did not care during those days, when you were buying every last product that your eyes could see. Even the overpriced limited versions you had to have! That's how important 'twas to thee. Now you are broke, and you're not even happy, for creativity has long since fled the line of Chthulhu books that fill your shelves at home. You'll die, both broke and broken, in over your head. You'll die insane, and sick, and not even in bed. If time triumphs, however, you will not be dead. And wake, and revel at the Old One's side, instead... 8) Gesungen zur Melodie von "Oh Danny boy" [Edit: Zweite Strophe, und kleinere Korrekturen]
  16. Aber das ist genau das Problem, angband. Da können einfach kaum verlässliche Angaben gemacht werden, da es nur sehr wenige Quellen gibt. Alles, was es gibt sind Näherungen, die zu einem nicht geringen Teil auf Spekulation und Extrapolation beruhen.
  17. Den Kritiken bezüglich der beiden Abenteuer muss ich zustimmen. Allerdings finde ich den Schattengang irgendwie auch nicht so super-reizvoll. Und Baphomet ist ohne erheblichen Aufwand wirklich nicht viel mehr als ein Baukasten, und ein teilweise unbrauchbarer noch dazu...
  18. Wie Thomas Michalski schon sagte, ist es äu?erst schwierig, Aussagen über die Gesellschaft im Mittelalter zu machen, wenn sich diese Aussagen nicht auf Kirche oder den Adel beziehen sollen. Dazu gibt es viel zu wenig Quellen, um wirklich verlässliche Informationen zu bekommen. Ich kenne dieses Problem des gewollten Authentizitäts-Anspruches aus Mittelalter-Lagergruppen und -Reenactment. Gerade im Klamotten-Bereich ist das eben auch extrem kompliziert. Das Problem ist, dass uns (dem Konsumenten) vorgegaukelt wird, das "Mittelalter" sei ein ausführlich recherchierter Zeitrahmen, über den man konkrete oder zumindest grob generalisierende Aussagen zu allen Themen treffen kann. Dummerweise ist dem nicht so, und das Meiste, was man eben in Buch, Film und Fernsehen präsentiert bekommt, ist mehr Spekulation oder im äu?ersten Falle aus wenigen Fakten gezogene Schlussfolgerung. Dazu kommt eben noch, dass das "Mittelalter" eben nicht "die 20er Jahre" sind. Daher sind generalisierende Aussagen noch viel schwieriger, schlie?lich muss man damit etwa 500 Jahre Geschichte abdecken. Mag sich der Kleidungsstil der Landbevölkerung auch nur marginal verändert haben in der Zeit (weil das eben praktische Kleidung ist, und es gibt eben nur soundsoviele Permutationen von praktisch), Sitten, Gebräuche, Geschichten, Ansichten, Gesellschaft usw. verändert sich in so einem Zeitraum generell extrem. Als Beispiele: Es ist kaum mehr als 100 Jahre her, da gab es noch keine einheitlich geregelte Rechtschreibung. Neunzig Jahre später (vor fünfzehn Jahren) gibt es in Deutschland eine Rechtschreibreform, und einen allgemeinen Aufschrei derselben wegen. D Die Deutsche Mark wird vor knapp sechzig Jahren eingeführt. Und hält als Staatswährung etwa 50 Jahre. Danach wird Landeswährung allgemein abgeschafft, und eine europäische Währung wird aus der Taufe gehoben. Frisurmode, Kleidungsmode und angesagte Musikstile sind Aspekte, die sich teilweise sogar von einem auf das andere Jahr ändern. Jetzt sagt man, wir leben heute in einer schnelllebigen Zeit. Medien usw. haben solche Veränderungen natürlich noch drastischer, dramatischer und flie?ender gemacht. Vom Tempo brauchen wir gar nicht erst reden. Siehe iPad. Siehe bluray. Aber wenn wir schon nicht viel verallgemeinerndes über das Mittelalter wissen, wie sollen wir dann spezifische Aussagen über lokale Gegebenheiten herausfinden? Das macht das Mittelalter für Authentizitäts-Fans gleicherma?en frustrierend, wie es für andere befreiend ist. Denn man kann sich seine eigenen, auf pop-culture-Wissen basierenden Eckpunkte definieren, und so falsch wird man damit nicht liegen...
  19. Ich hab sie jetzt nicht gelesen, aber für alle, die Interesse daran haben und zu faul zum Suchen sind, verlinke ich hier mal die alten Threads zum Thema 1000 A.D. und Mittelalter-Cthulhu - ältester zuerst: 1. Cthulhu 1000 A.D. und Cthulhu Dark Ages 2. 1000 AD vs. Mittelalter 3. 1000 AD vs. Mittelalter (Fortsetzung) 4. Cthulhu 1000 A.D. Am Besten, man nehme die nur zum Lesen. Müssen ja nicht tausend alte Threads wieder neu belebt werden, wo man dann, um mitzukommen, bis Sankt Nimmerlein zurücklesen muss...
  20. Ich muss gleich zu Beginn zugeben, dass ich zwar beide (bald drei) Mittelalter-Bände besitze, aber noch keinen davon wirklich gelesen habe. War bisher nicht wirklich von Interesse für mich. Daher kann ich nur ein Thema ansprechen, welches möglicherweise unabhängig von den Inhalten der Bücher problematisch sein könnte. Das Problem, das ich meine, ist das der Indivudialität (bzw. des Individualismus') von Menschen eines mittleren oder niedrigen Standes im Mittelalter. Ich bin kein Fachmann auf diesem Gebiet, aber aus den wenigen Vorlesungen und den noch weiter zurückliegenden Schulstunden, die ich zum Thema Geschichte besuchte, ist mir da was im Gedächtnis geblieben. Soweit ich mich entsinne, ist die Idee des Individualismus' eine Erfindung der Moderne, oder kam zumindest nach dem Zeitalter der Aufklärung erst zum Tragen. Menschen, die den arbeitenden Schichten angehörten (die Unterschicht wohl noch mehr als die Mittelschicht) sahen sich wohl noch als Teil eines gro?en Ganzen, als Rädchen im Gefüge. Als jemanden, der zum Gemeinwohl seinen Teil beizutragen hat. Und der seinen Platz in der GEsellschaft ausfüllen muss. GAnz so wie Stammesangehörige, die alle zum Wohle des Stammes denken und arbeiten, nur mit mehr Ungerechtigkeit, halt... Natürlich gab es immer schon Freidenker und Querköpfe, aber sofern sich diese das nicht leisten konnten, weil sie aus reichen Familien kamen, wurden sie wohl mit Schimpf und Schande verjagt, und mussten dann als Vogelfreie oder Gesetzlose ihr Leben fristen. Mit den entsprechenden Konsequenzen, die über kurz oder lang dann meist auch eintraten... Was ich mich jetzt frage, ist, wie ein Mensch, der nicht auf diese Weise einem privilegierten Stand entstammt, überhaupt Zeit und Mu?e haben könnte, sich um ?bernatürliches zu kümmern? Ganz zu schweigen natürlich von der religiösen Einstellung oder dem oktruierten Dogma, dass das Böse zu bekämpfen nur in den Armen der Mutter Kirche möglich sei, und man dies doch den dafür ordinierten oder gesalbten Werkzeugen (Priester, Kreuzritter und dergleichen) überlassen sollte...
  21. Kurze Info: Regionalia zu Düsseldorf gibts in der CW 16. Keine Belehrung, kein erhobener Finger, nur Hinweis. Falls es nochmal benötigt wird. Dein Abenteuer hätte ja genauso in Buxtehude spielen können, wofür es keinen Artikel gibt (meines Wissens)...
  22. @ Mrs. Du vergisst dabei aber, dass viele Personen Spa? ganz anders definieren. Dingo definiert Spa? vielleicht über das fiktive Erleben einer anderen Epoche, so detailliert und immersiv, wie es eben geht. Du definierst (Hypothese!) Spa? vielleicht darüber, eine interessante Geschichte mitzuerleben. Ich definiere Spa? oft durch die Möglichkeit, meinen Charakter so "realitäts-logisch" wie möglich darzustellen, und seine Begegnungen, Beziehungen und Konflikte mit anderen Charakteren und NSCs auszuspielen. Wieder ein anderer definiert Spa? im Zusammensein mit anderen, wobei das Rollenspiel nicht nur zweit, sondern dritt- oder viertrangig ist. Ich kann daher Dingos Aussage, dass ihm solche Quellenbände etwas fehlen, durchaus nachvollziehen. Auch, wenn ich nicht so gro?en Wert auf historisches lege (beim Leiten), fände ich es doch toll, wenn man darauf ein bisschen eingehen könnte. Allerdings sehe ich das eher so wie fnord, in bezug auf das Mittelalter-Setting. Denn, wenn man alle Veröffentlichungen zu den 20er Jahren zusammennimmt, dann finden sich doch schon jede Menge Informationen darin. Und man darf auch nicht vergessen, dass man sich nicht allzu sehr spezialisieren kann. Politisch Ansichten sind ein sehr spezielles Thema, um auf Dingos Vorschläge zu kommen. Nicht jeder muss das detailliert ausspielen. Auch dazu gibt es ja schon ?bersichten und Kurzinformationen in den bisherigen Büchern. Andere Dinge, wie Regionalia, sind eben genau das, und daher sehr schlecht in einen Band zu fassen. Dafür greife ich mal fnords Beispiel zu Aberglauben oder Dialekt auf. Es ist doch heute genauso - wenn ich nur von meinem Dorf ins Nachbardorf gehe, so unterscheiden sich beide schon in ihrer Art, Dinge auszusprechen. Das Gleiche gilt doch auch für regionale Schauermär etc. Da hat jeder Ort andere Geschichten... Gerade solche Dinge sind sehr schwer zu verallgemeinern, und Inhalte würden locker mehrere Bände füllen. Das Problem ist da, glaube ich, der Fokus der Publikationen. DIese können aber nicht "Mittelalter an der Nahe" oder "Die 20er in Osnabrück" darstellen - dafür gab es ja immer Regionalia in der leider eingestellten CW. Diese Infos sind aber für das Gros der Spieler einfach zu speziell. Zwar finde ich solche Artikel einzeln auch interessant, aber einen Band über "Die 20er von Garmisch-Partenkirchen über Gensingen bis Gro?-Gerau" würde ich mir mit Sicherheit nicht kaufen. Vielleicht den einen, der zu meinen Abenteuern passt. Aber ein Verlag will ja nicht Nischenprodukte rausbringen, sondern Absatz machen. Für allzu detaillierte Spezialisierung muss daher leider die eigene Recherche zu Rate gezogen werden. Und meines Erachtens zu Recht. Ich denke, es ist dem Spielleiter und dem Spieler durchaus zuzumuten, dass er über die Lektüre, die ihm bereitgestellt wird, hinaus ein wenig Mehrarbeit hineinsteckt, wenn er über den präsentierten Verallgemeinerungsrahmen hinausgehen möchte... Und Wikipedia ist nicht gerade eine schwer zu bedienende Informationsquelle, die die meisten (bis auf noch speziellere) Ansprüche befriedigen kann. Auch wenn sie vielleicht nicht 100%ig zitierbar und verlässlich ist...
  23. Witzig wäre natürlich auch, wenn man das mit der Infinite Worlds Theory "seltsam" verknüpft... De facto gibt es zu Beginn ein Universum. In diesem Universum wird der erste Film "gedreht". Dadurch erschafft sich ein neues Universum (vor, hinter und um den Film, mit den Charakteren als echten Figuren) selbst, und beginnt, parallel zu existieren. Jedesmal, wenn in einer der so entstehenden bzw. bereits existenten Universen wieder ein Film gedreht wird, entstehen neue Universen. Ad infinitum... Der Charakter würde also aus seinem "Film" in eine andere Welt hineintreten, in der der "Film" gedreht wurde. Und dort wahrscheinlich ganz andere Situationen vorfinden, und womöglich sich selbst begegnen, in dem Glauben, er sei real, wobei das andere Ich den Charakter als lebendiggewordene Filmfigur erkennt... Cue dramatic music... Naja, man müsste noch ein bisschen Cthulhu hineinmischen, so aus dem Zutatenregal ein bisschen Tindalos, oder ein bisschen Yibb-Tstll, oder Yog-Sothoth...
  24. Nicht nur Du, aber da ichs noch nicht gelesen habe, und dachte, das würde den Rahmen dieses Threads dann doch zu weit aufsprengen... Gute Idee. Bin sehr gespannt, warum dem so sein sollte... 8o
  25. @ Puls der Zeit: Hmm, ich finde das eine recht gelungene Beschreibung. Aber beim Lesen ist mir quasi eine Parallelle aufgefallen, die Dir vielleicht auch was bringt... ...Du sagst, die Zeit verläuft dann in diskreten Sprüngen, und dazwischen seien quasi "Pausen". Das klingt natürlich irgendwie auch nach einem Film. Wie Du mit Sicherheit weisst, besteht der normale "Kino"film ja aus 24 (lt. Wiki) Bildern pro Sekunde. Das sind ein paar mehr, als das menschliche Auge ausmachen kann, und so verschwimmen sie zu einem Ganzen, durch Stroboskopeffekt, welches dann Bewegungs-Abläufe "sehen" lässt. Nun übertrage das auf die von Dir so genannte Planck-Zeit, und Du hast quasi einen "Film" unserer Realität. Wer hat ihn gemacht? Wurde er gemacht? Warum? Und was bedeutet das für die Annahme von "Realität"? Ist die Analogie dann eher zu einem "Trickfilm"? Und was sind Menschen dann? Kann man durch Eintreten in die Planck-Zeit aus dem Film in die Realität treten? Bedeutet das etwa, dass fiktive Figuren das eventuell auch in "unserer REalität" können...? Dazu siehe auch den Film "13th Floor" als Inspiration...
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